Das Jahr der Start-up-Wahrheit

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6.04.2009

Als Zur Jahrtausendwende die Dotcom-Blase platzte, waren sich alle sicher: Sowas passiert nicht nochmal. Mit dem Web2.0 kamen neue Start-Ups auf den Markt. Facebook, YouTube und Twitter sind nur die bekanntesten von den vielen, vor allem aus den USA mit Risikokapital finanzierten Internet-Unternehmen. Für die Start-ups war vieles wichtig: Viele User zu gewinnen, tolle Dienste anzubieten. Geld und Geld verdienen hatte erstmal keine Priorität. Auch ein Konzept, wie Geld verdient werden soll, scheinen selbst die Großen nicht wirklich gehabt zu haben. Ich glaube, dieses Krisenjahr wird für viele Start-ups das Jahr der Wahrheit. Nicht nur Facebook und Twitter müssen einen Weg finden, Geld zu verdienen auch die vielen kleinen Dienste. Bin auf den Rest des Jahres gespannt.

3 COMMENTS

  1. Was bei der Dotcom-Blasen-Platz-Diskussion oft vergessen wird: Nicht alle New-Economy-Stars hat es endgültig erwischt. Zwar viele – aber einige gingen nach Höhenflügen durch ein Tal der Tränen, verabschiedeten sich von künftigen Milliardenumsätzen und Millionengewinnen, speckten gewaltig ab, besannen sich auf ein funktionierendes Geschäftsmodell und sind heute kleine, aber feine Unternehmen, die Gewinne erwirtschaften und z. B. erfolgreiche Webplattformen betreiben. Unser Kunde dooyoo AG ist so ein Unternehmen.
    Vielleicht braucht es auch bei der Web-2.0-Euphorie ein reinigendes Gewitter.

  2. Möglicherweise wird das auch das Jahr in dem man erkennt, dass es eben nicht die Tools sind, die das Geld / den Umsatz / den “Mehrwert” bringen. Sondern die durch die Tools vermittelten Inhalte. Dass Web 2.0-Anwendungen eben eine Weiterentwicklung klassischer Vermittlungsinstrumente wie Bote, Telefon, Brief, Zeitung etc. sind. Dass es aber doch vor allem darum geht, was da besprochen wird und nicht, dass das Tool an sich im Mittelpunkt steht. Web 2.0 ist vermutlich schlicht: klassische Infrastruktur :-)

  3. Dusan Minic sagt:

    Vielen Dank für die Kommentare. Ein reinigendes Gewitter wäre wohl tatsächlich nicht schlecht.

    @Björn Klar geht es auch und primär um den Inhalt, aber es mussten immer auch die Tools, die Infrastruktur bezahlt werden (Porto, Gebühren) und da sehe ich bei einigen Anbieter noch Nachholbedarf…